Munsell Farbsystem

Ende des 19. Jahrhunderts gab es verschiedene Bestrebungen, Farben übersichtlich und einheitlich zu bezeichnen, um eine über die Redundanz der Farbnamen hinausgehende Kommunikation über Farben zu ermöglichen.

Munsell erarbeitete einen dreidimensionalen Farbraum aus einer endlichen Anzahl von Farbmustern, die in einem Farbatlas präsentiert wurden. Als Kunstmaler und -lehrer war es sein Anliegen, Farbmuster so zu präsentieren, wie es der Empfindung entspricht. Die Abstände zwischen benachbarten Proben sollten als gleich empfunden werden, die Harmonie benachbarter Farbproben sollte stimmen. Dies erreichte er durch psychovisuelle Experimente, ständigen Abgleich und Nachmischen.

Zu Beginn seiner Untersuchungen nutzte Munsell unter dem Einfluss von Roods den Farbkreis als Basisebene seines Systems. Das System wurde später für die Normlichtart C und den 2° Normalbeobachter neu veröffentlicht. Weil es bei den verschiedenen Bunttönen unterschiedliche Buntheits- und Helligkeitsstufen gibt, entstand ein unregelmäßiger Körper.

Munsell Farbsystem
Erstmals wurde das System 1915 im „Munsell Book of Colors“ veröffentlicht, worin die Farbmaßzahlen der „Munsell Book Notations“ definiert wurden. Das Munsell Book of Colors bestand aus zwei Repräsentationen: 1277 Farbmustern auf mattem und 1452 Farbmustern auf glänzendem Material.

1943 wurde in den Munsell Renotations der American Optical Society jede Farbe durch die CIE-Farbmaßzahlen x, y und Y definiert und an einigen Proben wurde durch die nun verbesserten Messmethoden nachgebessert.

Das Munsell-System ist uniform und unabhängig von der Beleuchtung oder der Größe der betrachteten Farbfläche.

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