HLS – Farbsystem

Die drei Buchstaben H, L und S kürzen die englischen Namen für die drei klassischen Variablen der Farbe, Hue (Farbton), Luminance (Helligkeit) und Saturation (Sättigung) ab. Statt Luminance wird oft auch Intensity verwendet, was aus dem HLS- ein HIS-System macht.

Unabhängig von der Bezeichnung liefert das System eine Möglichkeit, die Farbordnung von Albert Henry Munsell für Fernsehschirme und die auf ihnen durch Phosphoreszenz erzeugten Farben einzusetzen. Der Ausdruck «Phosphoreszenz» leitet sich dabei aus der griechischen Vokabel phosphoros für den Morgenstern — die Venus — ab, und man könnte ihn mit Lichtträger übersetzen. Der erwähnte Lichteffekt auf dem Bildschirm, die Phosphoreszenz, kommt zustande, wenn die Energie, die in Form von Elektronenstrahlen geliefert wird, von den Substanzen (Molekülen) auf dem Bildschirm zunächst gespeichert und danach in Form von sichtbarem Licht wieder abgegeben wird.

Das farbige Bild auf dem Fernsehschirm läßt sich nun dadurch produzieren, daß drei verschieden absorbierende lichttragende Moleküle verwendet werden, die in winzigen Flecken von etwa 0.2 mm Durchmesser zusammengefaßt sind. Wenn sie aufleuchten, entsteht eine besondere Form der additiven Lichtmischung, die als partitive Mischung bezeichnet wird. Sie kommt gewöhnlich durch die drei Farben Rot, Grün und Blau (RGB) zustande und wird erläutert, wenn das dazugehörige RGB-System an der Reihe ist.

Im HLS-System wird der Farbton (Hue) durch einen Winkel angegeben, der ganz konventionell zwischen 0 und 360 variieren kann. Die Intensität (Luminance) wird wie die Sättigung (Saturation) durch eine in 100 Einheiten unterteilte Skala vermessen. Dabei wird zum einen der Weg von Schwarz nach Weiß und zum anderen der Weg von Grau bis zur vollen Farbe zurückgelegt.

Das Problem, wie zwischen der rein numerischen (metrischen) und der chromatischen (psychologischen) Skala zu vermitteln ist, bleibt natürlich auch im HLS-System erhalten.

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